Biografie
Biografie
Saul Williams
„SERJ TANKIAN ist nicht der, den man kannte. [Er ist besser.] Der im Libanon geborene, wild gewordene armenisch-amerikanische Poet ist weit über seine Stimme und seine Haarlänge hinausgewachsen und zu wahrem Feuer und Schwefel geworden. Ein melodischer Visionär, der auf einer Kanonenkugel sitzt und mit Lichtgeschwindigkeit durch den Himmel rast, und dabei aus jeder Wolke einen Akkord schlägt und aus dem Herzen regnet.
Sein erstes Solo-Album Elect The Dead, bei dem er praktisch jedes Instrument selbst spielt, hat eine größere Reichweite als das US Raketen-Abwehrsystem und es sprengt die bekannten Parameter der „politischen“ oder „intellektuellen“ Musik bis in die Bereiche, wo es einfach guter Scheiß ist.
‚Klingendes Heiligtum’ ist der Begriff, der mir in den Sinn kommt, wenn ich SERJs Stimme beschreiben soll. Ein Engel, der die Seitenränder eines Buches beschreibt, unheilig, über die Nach-Zukunft sinnierend, während er die unerträgliche Anwesenheit der Gegenwart anprangert (das ist lyrisches Mumbo Jumbo, denn „ihr werdet es cool finden, wenn euer Sohn zu diesem Album singt... ihr werdet euch auf die Schultern klopfen, weil ihr Kids mit einem guten Geschmack erzogen habt.“). Nun legt es ein und hört.“
Biografisches
1967
Geboren als Kind armenischer Eltern in Beirut, Libanon.
1975
Mit der Familie in die USA emigriert
1985
Highschool-Abschluss mit allen Ehren
1989
Bachelor of Arts in Business Administration, Marketing Option.
1990
Gründete eine Software-Company mit dem Namen „Ultimate Solutions I“
1994
Traf den Gitarristen Daron Malakian und gründete Soil.
1995
Gründete System Of A Down mit Daron Malakian, Shavo Odadjian und John Dolmayan (www.systemofadown.com)
1997
Rick Rubin nimmt SYSTEM OF A DOWN für sein Label American Recordings unter Vertrag. Erstes Album „System of a Down“ (Platin)
2000
Gründet Serjical Strike Records (www.serjicalstrike.com), auf dem sich bald Bad Acid Trip, Fair To Midland und Serart, zu dem auch Serj und der Weltmusiker Arto Tuncboyaciyan gehören, finden.
2001
Nach den tragischen Ereignissen von 9/11 schreibt SERJ einen Essay mit dem Titel „Understanding Oil“, den er auf der SOAD-Site postet. Das führte zu starken Kontroversen, so dass sich das Label gezwungen sah, das Posting wieder zu entfernen. Aber die Botschaft kam an – nie war es angebrachter, die Motive für soziale und politische Unruhen zu hinterfragen. Gleichzeitig veröffentlichten SOAD ihr zweites Album Toxicity (mehrfach mit Platin ausgezeichnet). SERJ veröffentlichte sein erstes Buch mit eigener Dichtung, „Cool Gardens“, das später von MTV Books/Simon & Schuster vertrieben wurde.
2002
SOAD bringen Steal This Album! heraus, das mit Platin in den USA ausgezeichnet wird. Mit Tom Morello (RATM) gründet SERJ die Non-Profit-Organisation „Axis of Justice“ (www.axisofjustice.org). Die Organisation bringt Musiker, Fans und alternative politische Gruppierungen zusammen, um für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.
2005
SOAD veröffentlichen ein Doppelalbum. Mezmerize und Hypnotize, die in sechsmonatigem Abstand erscheinen und beide Platin erreichen. Als erste Rockband der Geschichte katapultieren sie innerhalb eines Jahres zwei Alben auf Platz 1.
2006 (Frühjahr)
Bis dato haben SOAD fünf Alben in 10 Jahren 16 Millionen Mal verkauft und einen Grammy für „Best Hard Rock Performance“ bekommen.
2006
(Mitte bis Herbst) SOAD unterstützen die Premiere von „Screamers“, ein prämierter und hochgelobter Dokumentarfilm, der die Geschichte des Völkermords mit besonderem Augenmerk auf den armenischen Genozid im Jahr 1915 erzählt – aus der Perspektive SOADs und ihrer Musik. Im April fahren SERJ und Drummer John Dolmayan für eine Kampagne zur Anerkennung des armenischen Genozids nach Washington DC und sprechen mit Dutzenden von Kongressangehörigen. Ein Treffen mit dem damaligen Sprecher des Hauses, Dennis Hassert, gibt SERJ die Chance, von ihm vor laufender Kamera um die Unterstützung für die American Genocide Recognition Bill zu fordern.
2007
SERJ plant die Veröffentlichung seines ersten Soloalbums für Herbst 2007. Titel: Elect The Dead. Es zeigt die immens große Spannweite von SERJs musikalischen Einflüssen und Hörgewohnheiten und zählt Brain (Primus, Guns’n’Roses) und John Dolmayan (SOAD)